Pongs Glasgestaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Restaurierung und Dokumentation
Schutzverglasung
Wertvolle Glasgemälde werden normalerweise durch eine von innen belüftete Außen-Schutzverglasung gegen Witterung und Vandalismus abgeschirmt. Hierbei wird auch die Schwitzwasserbildung auf der Oberfläche der Glasgemälde verhindert.
Bleirandprofil 8x6
Kittbett
Messing-U-Profil 10x1
Bleirandprofil 8x5
restaurierte Bleiverglasung
Kölner Dom
Dombauverwaltung Köln,
Glasrestaurierung, Roncalliplatz 2, 50667 Köln, Tel. 0221 / 17940360
Bauleitung : Dombauhütte
Neuherstellung und Montage der Ornament- und Maßwerkfelder des Salomon-Fensters aus dem Welter-Zyklus. Ostwand nördliches Querhaus.
Fenstermaße ca. 5,00 x 17,00 m.
St. Kamillus
Kamillianerstraße 40,
41068 Mönchengladbach
Bauleitung : Kliniken Maria Hilf GmbH, Sandradstraße 43, 41061 Mönchengladbach , Dipl.Ing. Herr Bendick,
Tel. 02161 / 892-1166
Untere Denkmalbehörde Mönchengladbach, Herr Fongern, Tel. 02161 / 25?8904
Ausbau und Restaurierung der Bleiverglasungen von vier grossen Kirchenfen-stern der Westseite, Entwürfe von Dominikus Böhm. Großflächige Rekonstruktionen und Montage in neue Metallrahmen.
Begegnungszentrum St. Laurentius
Dunkerhofstraße 4, 47929 Grefrath
Bauleitung : Dewey + Blohm-Schröder, Architekten Partnerschaft
Herstellung und Montage einer Trennwand unter Verwendung von neugotischen Glasgemälden.
Entwurf : Anja Klinkenberg
Kath. Pfarrkirche St. Marien
Karlstraße, 52249 Eschweiler
Bauleitung : Architekturbüro Dipl.-Ing. Bernd Matthiesen Wollenweberstraße 16, 52249 Eschweiler, Tel. 02403 / 24680
Restaurierung aller Glasgemälde der Nord-seite und Montage von Schutzverglasungen.
Kath. Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt
Meerkamp 100, 41238 Mönchengladbach
Bauleitung : Architekturbüro Arlt und Partner Mülheimer Straße 3, 40239 Düsseldorf, Tel. 0211 / 31106 - 03
Vollständige Neuverglasung aller Kirchenfen-ster mit Echtantik- und Opalüberfanggläsern, bei den Chorfenstern wurde ein Übergang von opaken bis transparenten Flächen durch eigens angefertigte Überfang-Gläser erreicht.
Kath-. Pfarrkirche St. Peter
41379 Born
Bauleitung : Dewey + Blohm-Schröder, Architekten Partnerschaft
Restaurierung der neugotischen Glasgemälde des Westfensters.
Alt-Kath. Pfarrkirche Erscheinung Christi
Dreikönigenstraße 54, 47799 Krefeld
Herstellung und Montage von figürlichen Glasgemalden für zwei Spitzbogenfenster. Entwurf : Stefan Kandels, Bonn
St. Mariae Himmelfahrt
Waldnieler Heide 12, 41366 Schwalmtal
Bleiverglasungen für zwei neue Kirchenfenster zu den Themen Taufe und Eucharistie herge-stellt und montiert.
Entwürfe: Anja Klinkenberg
Kath. Pfarrkirche St. Lambertus
Am Kastell 5, 41334 Nettetal
Bauleitung : Dewey + Blohm-Schröder, Architekten Partnerschaft
Die figürlichen und ornamentalen Glasma-lereien von drei Querhausfenstern wurden ausgebaut und nach den notwendigen Änderungen an den Metallkonstruktionen Schutzverglasungen aus VSG 6 mm eingesetzt. Die neugotischen Verglasungen wurden restauriert, das mittlere Fenster zum größten Teil neu verbleit. Alle Arbeiten wurden um-fangreich dokumentiert. Computergestützte Schadenskartierung in Text, Fotografie und Zeichnung.
Kath. Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis
Neusser Straße 220, 41065 Mönchengladbach
Bauleitung : Architekturbüro
Dipl.Ing. Aretz / Kaufmann
Herstellung und Montage von Bleiverglasungen in ornamentaler Aufteilung für ein zweibahniges Spitzbogenfenster.
Kath. Pfarrkirche Herz Jesu
Am Martinshof 6, 41239 Mönchengladbach
Bauleitung : Architekturbüro Helmuth Claßen
Stationsweg 40, 41068 Mönchengladbach, Tel. 02161 / 52033
Die durch Brandeinwirkung beschädigten Bleiverglasungen aus 19 Obergadenfenstern ausgebaut und Notverglasungen eingesetzt. Die Verglasungen in ornamentaler Aufteilung wurden zerlegt, neu verbleit und montiert. 102 zerstörte Einzelscheiben der Chorfenster in figürlicher Glasmalerei erneuert.
Münsterkirche St. Vitus
Mönchengladbach
Bauleitung : Architekturbüro
Dipl.Ing. Aretz / Kaufmann
Pescher Straße 156,
41065 Mönchengladbach,
Tel. 02161 / 481854
Im Rahmen der Westwerksanierung Münsterkirche wurden die figürlichen Glasmalereien von vier Vierpaßfenstern ausgebaut und restauriert.
Kath. Pfarrkirche Christus König
Heckenstraße 20, 52477 Alsdorf
Bauleitung : Architekturbüro
Dipl.Ing. Bernd Matthiesen
Wollenweberstraße 16, 52249 Eschweiler, Tel. 02403 / 24680
Die Bleiverglasungen in ornamentaler und figürlicher Aufteilung in 24 Fenstern wurden ausgebaut und Schutzverglasungen aus VSG 6 mm eingesetzt. Die Verglasungen der Nord-seite wurden zum größten Teil, die der Südsei-te vollständig neu verbleit. Die figürlichen Glasgemälde von zwei Fenstern wurden nach vorhandenen Fotografien völlig neu herge-stellt. Alle Bleifelder mit Messingprofilen gerahmt und montiert.
Kath. Pfarrkirche St. Gertrudis
Dorfstraße 31, 41366 Schwalmtal
Bauleitung : Dewey + Blohm-Schröder, Architekten Partnerschaft
Bahnhofstraße 24, 41747 Viersen,
Tel. 02162 / 268400
Aus den insgesamt 22 Fenstern der o.g. Kirche wurden alle alten Kunstverglasungen ausge-baut und Bleiverglasungen in Rautenaufteilung aus Floatglas 3 mm als Schutzverglasungen eingesetzt. Bei den demontierten Verglasungen handelte es sich um neugotische Glasgemälde in figürlicher und ornamentaler Aufteilung aus verschiedenen Perioden des 19. Jahrhunderts. Die Verglasungen wurden restauriert, mit Messingrahmen versehen und vor die lnnen-seiten der Schutzverglasung montiert.
Katholisch-apostolische Gemeinde Köln e.V.
Neuenhöfer Allee 94
50935 Köln
Die stark beschädigten Bleiverglasungen in or-namentaler Ausführung (zwei Chorfenster und 19 weitere Fenster) ausgebaut, vollständig er-neuert und in neue Metallkonstruktionen eingesetzt.
Geätzte Innentürverglasung
Mehrtonätzung als dekorativer Sichtschutz in einer Schlafzimmertür
Chorfenster in St. Balbina, Alsdorf
Die 5 Chorfenster der Pfarrkirche St.Balbina in Alsdorf bei Aachen wurden von dem Künstler Martin Lang entworfen.
Restaurierung und Konservierung
der Querhausfenster sIII, sIV und sV
in St. Lambertus, Breyell
Restaurierungsdokumentation (Titel)
Restaurierungsdokumentation (aus der Einführung)
Aufmaß (Abb.2) Maßstab 1:50 Maße in cm
Objekterfassung in situ
Erkennbar waren zahlreiche Sprünge in den Einzelscheiben sowie verschiedene Löcher. Viele Bleihaften hatten sich gelöst. Die Bleifelder wiesen teilweise starke Verformungen und vielfach gebrochene Lötstellen und Bleisprossen auf, dieses Schadensbild zeigte sich besonders deutlich im Fenster S IV. Hier war zu vermuten, dass eine teilweise Neuverbleiung unvermeidlich sein würde. Die gesamte Eisenkonstruktion war stark korrodiert. Rostabsprengungen am Fenstergewände waren in geringem Umfang zu beobachten. Durch vorausgegangne Arbeiten am Mauerwerk war die Außenseite der Fenster erheblich verschmutzt.
Demontage
Da die Gewändefugen mit Kalkmörtel ausgeführt waren, erwies sich der Ausbau der Bleifelder als relativ problemlos. Lediglich die ausgehärtete Verkittung zwischen Glas und Metallsprossen erschwerte die Arbeit und machte den Einsatz eines „Fein-Schneiders“ erforderlich. Trotz sehr vorsichtiger Vorgehensweise kam es in geringem Umfang zu Ausbauschäden.
Restaurierung der Glasgemälde
Nachdem alle Einzelfelder fotografiert waren, wurden grobe Verschmutzungen und Kittränder entfernt und die Felder mit einer Mischung aus Spiritus und Wasser 1 : 1 gereinigt. Auf der Innenseite mit einem weichen Pinsel, auf der Außenseite mit einer weichen Bürste.
Die Silikonanhaftungen konnten mit Skalpell und vorsichtiger Anwendung von Reinigungs-klingen entfernt werden.
In Feldern mit stärkeren Ausbauchungen wurden im Bereich der Lötpunkte kleine Einschnitte vorgenommen, um bei der anschließenden Belastung mit Gewichten zum Zweck der Begradigung Spannungen zu vermeiden. Die Felder der mittleren Bahn des Fensters sIV und einige andere Felder waren so stark beschädigt, dass sie zerlegt, gereinigt und neu verbleit werden mussten. Glatte Sprünge in Einzelscheiben konnten mit Araldite 2020 geklebt werden. Der Neuzuschnitt zerstörter oder fehlender Gläser erfolgte aus Echt-Antik-glas der Glashütte Lamberts Waldsassen. Die Bemalung sollte bezüglich Malaufbau, Duktus und Farbton den Originalen möglichst genau entsprechen. Deshalb waren wir bestrebt, im Rahmen des heute Möglichen, die zur Entstehungszeit der Fenster üblichen Werkzeuge und Farben zu verwenden. Die Konturmalerei erfolgte mit Rotmarder-Halbschleppern, der Überzug wurde vertrieben und mit englischen Stupfpinseln nass gestupft. Versuche hatten ergeben, dass mit diesen Kiel-Pinseln ein besonders originalgetreues „Korn“ erzielt werden konnte. Da wir über einen alten Bestand an Konturfarben der Firma Greiner, München verfügten, konnten wir nach einigen Brennproben feststellen, dass das Kontur-Rot Nr.34 genau der Farbe auf den Originalen entsprach. Die etwas braunere Überzugfarbe konnte aus mehreren Farben der Firma Dr. Kurt Rüger & Jos. F. Günzel nachgemischt werden. Es handelte sich um die Kontur- und Überzugfarben K-F 6334, K-F 6360 und K-F 6369, die zu gleichen Teilen gemischt wurden.
Die Konturfarben wurde mit Essig, die Überzugfarbe mit Wasser angerieben, das Bindemittel war in beiden Fällen Gummi arabicum.
Zunächst wurden die Konturfarben aufgetragen und nach einem Zwischenbrand die Überzüge. Die Modellierung erfolgte durch ausstupfen, radieren und zusätzliches Lavieren in den Schattenpartien. Auf der Außenseite wurde der Überzug stellenweise leicht angewischt. Der Einbrand der Farben erfolgte auf einer Kreideunterlage bei 620° Celsius.
Für die Neuverbleiung wurden Bleisprossen den Firma Stillemanns, Zellik, Belgien in Qualität „halbweich“ der Abmessung 8x5mm bzw. 6x5mm (s.Abb. 3) verwendet. Die fertigen Bleifelder wurden mit Messing U-Profil 10x10x10x1 eingefasst und mit Messing-Windstangen 10x5 stabilisiert. Die Befestigung der Windstangen erfolgte mit Bleihaften 5x2mm. Die Windstangen der figürlichen Felder wurden dem Verlauf der Bleisprossen folgend gebogen.
Um einerseits unerwünschten Lichteinfall zu vermeiden und andererseits die Sogwirkung im Spalt zwischen Schutz- und Originalverglasung zu verbessern, wurden auf die am Gewände anstoßenden Messingprofile Walzbleistreifen von 25mm Breite aufgelötet.
Restaurierungsdokumentation (Schadenskartierung)
Durchlicht
Auflicht innen
Auflicht außen
Glas/Glasoberfläche
Sprung/Glaskante
Fehlstelle
Ausflinsung
Dünne Schmutzablagerung
Dichte Schmutzschicht
Schmutzkruste
Minimale, feine
Korrosionsablagerung
Leichte, teils flächige
Korrosionsbalagerung
Silikonverschmutzung
Bemalung (Kontur/Überzug)
Kontur weitgehend erhalten
Kontur teilweise verloren
Konturreste
Überzug/Lasur
weitgehend erhalten
Überzug/Lasur
teilweise verloren
Bleinetz
Konstruktionsblei
Sprungblei
Haften
Bruchstelle
Ausblühungen
Stauchungen
Restaurierungsdokumentation (Maßnahmenskartierung)
Sprung, geklebt mit Araldit
Ergänzug 2003
Konstruktionsblei
neues Blei
Sprungblei
Haften, neu
neue Lötstelle
Sie können die komplette Dokumentation in unserer Werkstatt einsehen oder als Pdf auf CD-Rom anfordern.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Werkstatt
Karstraße 70 in Mönchengladbach, [Anfahrtskizze herunterladen]
Ihren Anruf 02161.832818
oder Ihre E.mail an post@glasgestaltung.net
Dekorativer Sichtschutz für eine Badezimmertür
Das Motiv wurde in mehreren Stufen in eine industriell geätzte Scheibe gesandstrahlt
"Hasen" von Burkhard Siemsen
Eine Scheibe aus dem Zyklus "Hasen" des Künstlers Burkhard Siemsen.
Der gesamte Zyklus besteht aus Bleiverglasungen, Fusingscheiben und Zeichnungen, in denen das Motiv in verschiedenen Größen und Farbkombi-nationen variiert wird.
Waldkapelle der Kirchengemeinde St.Dionysius in Kall-Keldenich
Die Bleiverglasungen und Glasgemälde aus der zwei-ten Hälfte des 19.Jh waren stark beschädigt, teilweise völlig zerstört.
Die fehlenden Teile wurden ergänzt, einige Fenster mussten rekonstruiert werden.
Fassadenfenster in St. Kamillus, Mönchengladbach
Die zu dem bekannten Kamillianer-Krankenhaus gehörende Kirche St. Kamillus wurde 1932 von dem Architekten Dominikus Böhm erbaut. Von ihm stammen auch die Ent-würfe für die Bleiverglasungen.
2005 mussten die Metallfensterkonstruktionen erneuert wer-den. In diesem Zusammenhang entschloss man sich, auch die Bleiverglasungen zu restaurieren.

Das obere Drittel des großen Mittelfensters wurde in der Nachkriegszeit unsachgemäß ergänzt. Da die Aufteilung der Bleiverglasung einen regelmäßigen Rapport aufweist konnten die fehlenden Teile passend rekonstruiert werden.
Südfenster in St. Lambertus, Breyell
Die hier dargestellten Fenster befinden sich in der Kath. Pfarrkirche
St. Lambertus, Nettetal – Breyell. Es handelt sich um drei Rundbogenfenster des Querhauses.
Die Glasgemälde befanden sich weitgehend im Originalzustand, außer zahlreichen unsachgemäßen Kleinreparaturen wurden keine Restaurier-ungsarbeiten ausgeführt. Erkennbar waren zahlreiche Sprünge in den Einzelscheiben sowie verschiedene Löcher.
Viele Bleihaften hatten sich gelöst. Die Bleifelder wiesen teilweise starke Verformungen und vielfach gebrochene Lötstellen und Bleisprossen auf Die gesamte Eisenkonstruktion war stark korrodiert. Rostabsprengungen am Fenstergewände waren in geringem Umfang zu beobachten.
Durch vorausgegangne Arbeiten am Mauerwerk war die Außenseite der Fenster erheblich verschmutzt.
Hier fanden sich besonders viele gesprungene Scheiben und Löcher.
Diese waren zum Teil mit Reparaturscheiben geschlossen worden, die mit Silikon aufgeklebt
waren. Ebenso waren viele Sprünge mit Silikon abgedichtet.
Bei den Motiven der figürlichen Fensterteile handelt es sich um Szenen aus dem Leben der Heiligen Familie.
Die Felder der mittleren Bahn des Fensters sIV und einige andere Felder waren so stark be-schädigt, dass sie zerlegt, gereinigt und neu verbleit werden mussten. Glatte Sprünge in Einzelscheiben konnten geklebt werden.
Der Neuzuschnitt zerstörter oder fehlender Gläser erfolgte aus Echt-Antikglas. Die Bema-lung sollte bezüglich Malaufbau, Duktus und Farbton den Originalen möglichst genau ent-sprechen. Deshalb waren wir bestrebt, im Rahmen des heute Möglichen, die zur Entsteh-ungszeit der Fenster üblichen Werkzeuge und Farben zu verwenden.
Die restaurierten Glasmalerei-Felder wurden vor die Innenseite der neu erstellten Schutzverglasung montiert.
Lampen "leuchtende Bilder"
Glas braucht Licht. So entstand eine Reihe von Stimmungsleuchten, deren zierliches Metallgestell eine Scheibe aus verschiedenfarbigen Gläsern trägt.
Einsegnungshalle in Neu-Otzenrath
Die Aussegnungshalle in Neu-Otzenrath wurde 2004 realisiert.
Entwurf und Planung stammen von dem Architek-turbüro Dewey+Blohmschröder.
Die Entwürfe für die Fenster der Einsegnungshalle, die Leben, Tod und Auferstehung visualisieren, hat der Grafiker Thomas Dewey angefertigt.
Für die Ausführung haben wir rotes Überfangglas verwendet. Um die fließenden Übergänge in den Farben herzustellen, wurde der Überfang per Sandstrahl verlaufend abgetragen. Die übrigen Farben wurden mit der Spritzpistole aufgetragen und gebrannt.
Zwei Querhausfenster in St. Peter und Paul, Sonneborn, Thüringen
Es handelt sich um Glasgemälde aus der zweiten Hälfte des 19.Jh.
Da zahlreiche Einzelscheiben zerstört und die Bleisprossen stark korrodiert waren, entschlossen wir uns zu einer Neuverbleiung.
Glatte Sprünge wurden mit Araldit geklebt.
Fehlende Scheiben wurden in der Maltechnik des 19.Jh neu hergestellt.

Sprungbleie konnten entfernt werden, die teilweise zerstörten Scheiben wurden ergänzt
In den beiden Fenstern sind die Reformatoren Martin Luther und Friedrich Myconius dargestellt.
Glaspflaster
Pflastersteine bestehend aus einem gefusten Glasblock (ca.10cm x 10cm) mit einem Rahmen aus brüniertem Messing
Parallel zur Restaurierung wertvoller, historischer Glasmalereien fertigen wir eine Dokumentation an, in der wir anhand von detaillierten Fotografien und Zeichnungen die Schäden und Maßnahmen festhalten.
Taufe und Eucharistie in St. Mariä Himmelfahrt, Waldniel
In der aus den 70er Jahren stammenden Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Waldniel (bei Möchengladbach) war im Altarraum eine ornamentale Bleiverglasung aus teilweise opaken Echt-Antik und Überfanggläsern in Rot- und Blautönen vorhanden.
Im Jahr 2004 entwarf die Designerin Anja Klinkenberg in Anlehnung an den Charakter dieser Verglasung zwei etwa 4m hohe Fenster, die Taufe und Eucharistie visualisieren.
(Entwurfszeichnung)
(Ausführung)
Salomon-Fenster aus dem Welter-Zyklus im Kölner Dom
Die von dem Architekten Welter in den 60er Jahren des 19.Jh in Originalgröße (ca. 5m x 18m) angefertigten Zeichnungen werden in einem Nebenraum des Kölner Domes aufbewahrt.
Der erste Karton wurde auf langen Tischen ausgebreitet und fotografiert. Nach diesen Aufnahmen wurden die Bleirisse für das neue Fenster erstellt.
Die zahlreichen Einzelscheiben wurden aus farbigem Tischkathedralglas und Goethe-Glas mit rotem Überfang zugeschnitten. Die floralen Orna-mente haben wir teilweise von Hand mit brauner Konturfarbe gemalt, teilweise per Siebdruck aufgebracht.
In manchen Scheiben wurde der rote Überfang mit Hilfe von Sandstrahlen partiell abgetragen.
Das Welter-Fenster NXI befindet sich auf der Ost-Seite des nördlichen Querhauses im Obergaden.
Das Gerüst wurde oberhalb des Triforienumganges errichtet und mit einem Klammersystem am Stabwerk befestigt.
Die einzelnen Felder wurden mit Hilfe eines eigens von der Dombauhütte entwickelten Befestigunssystems von innen vor die Schutzverglasung montiert. Dieses Befestigungssystem erlaubt es, die Quersprossen in mehreren Richtungen zu verstellen, um Unebenheiten in Gewände und Stabwerk ausgleichen zu können.
Da die Verglasungsebene wegen der Schutzvergla-sung nach innen verschoben werden musste, ergaben sich komplizierte Ausschnitte im Bereich des Maß-werks und der Kapitelle.
Die Befestigung der Maßwerkfelder erfolgte größtenteils mit Hilfe von im Stein verankerten, ausgeglühten Kupfer-laschen.
Das fertige Fenster
Glasbild "Wirbel"
Musterscheibe für eine Glas-Geländerfüllung in einer Edelstahlbrüstun
Die Bleiverglasung ist die traditionelle Form der Glasgestaltung. Farbige Gläser, oft auch in verschiedenen Techniken bemalt oder bedruckt, werden durch Bleiprofile verbunden.

Hier wird gerade ein Feld der "Welter-Fenster" für den Kölner Dom verbleit.
Neben der traditionel-len Glasmalerei wenden wir auch -insbesondere bei zeitgenössischen Gestaltungen- neuere Verfahren an wie Sieb-druck- oder Spritztechnik.
Hier entsteht gerade ein Fenster für die neue Aussegnungshalle in Neu-Otzenrath.
Glas-Fusing ist ein Ver-fahren, bei dem farbige Gläser bei einer Tem-peratur von ca. 800°C verschmolzen werden
Hier wird gerade eine fertige Scheibe für eine Trennwand aus dem Ofen genommen.
Durch Sandstrahlen oder Ätzen können Gläser teilweise oder ganz mattiert werden.
Beim Ätzen ist dies auch in mehreren Tönen möglich.
Auf dem linken Bild wird in traditioneller Weise der Asphaltlack für die Ätzabdeckung mit dem Pinsel aufgetragen. Hier wurden mehrere Scheiben mit Jugendstilmotiven für ein Haus in Göttingen rekonstruiert.
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